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Wie wäre es denn mit einem smart ED4 (electric drive 2017)?

16. Juli. 2017

Vor zwei Wochen bekam ich von S&G Pforzheim den neuen smart electric drive zur Testfahrt, da ich ja schon stolzer Besitzer seines Vorgängers bin (aktuell bei knapp 130.000km), war ich natürlich um so gespannter, wie der neue smart denn ist, und möchte Euch das natürlich nicht vorenthalten.

 

Ich habe den smart fortwo electric drive getestet, dieser ist aber technisch identisch mit dem Cabrio und dem forfour. Einziger Unterschied ist das man das Cabrio auf machen kann und der forfour 4 Sitzplätze hat und länger ist. Lediglich die Reichweite ist etwas geringer. Dem Cabrio gebe ich 130km und dem forfour 125km.

Los geht es mit einem Zungenbrecher, der radargestützten Rekuperation

Als erstes fällt natürlich sofort auf, dass er ganz anders aussieht als noch sein Vorgänger und wie wir später merken, ist er das auch. Der neue smart ist ein paar Zentimeter größer geworden, trotzdem hat er einen noch kleineren Wendekreis. Schon wie ich bei S&G Pforzheim vom Hof fuhr, merkte ich das. Der wendet nun gefühlt auf der Stelle, der Wahnsinn, es ist gut, dass ich Ohren habe, sonst ginge das Grinsen einmal um den Kopf herum.

Ich fuhr erstmal damit heim, fast durchgehend anderen Autos hinterher. Ideal um ein tolles neues Feature zu testen. Die radargesteuerte Rekuperation, die hat der kleine von der elektrischen Mercedes B-Klasse geerbt. Das Radar sitzt unter dem Kennzeichen, gut zu sehen in dem Bild rechts. Zum Vergrößern anklicken.

Bei der Testfahrt mit der B-Klasse wurde mir nicht so richtig klar, was das sein sollte und was das könne. Im neuen smart ED wurde mir das dann klar. Er hat vorne eine Radar, damit prüft er, ob vor einem ein anderes Auto fährt. Wenn dem so ist und dieses abbremst, übernimmt er das auch, er bremst aber nicht einfach, er rekuperiert. Das heißt, er bremst mit dem Motor und gewinnt wieder Strom zurück. Im Stadtverkehr rekuperiert er auch wenn man vom Gas geht und keiner vor einem ist, bei höheren Geschwindigkeiten dann nicht mehr, da rekuperiert er dann erst wenn man auf die Bremse geht. Das steigert die Reichweite und schont die Bremsscheiben und Backen. Eine tolle Funktion gerade für Leute die mit dem neuen smart ED ihr erstes Elektroauto fahren. Es ist noch ungewohnt, dass das Auto einfach bremst, wenn man vom Gas geht, mit der Radargestützten Rekuperation ist der Einstig leichter und man muss sich praktisch garnicht umgewöhnen. Einfach reinsitzen und davon düsen, da er sich fährt wie jedes andere Automatikauto, bleibt alles beim Gewohnten. Lediglich das Grinsen, das er einem ins Gesicht zaubert, ist neu.

Ich kann aber auch die beruhigen, die schon länger Elektroauto fahren, mit der Rekuperation vertraut sind und lieber selber bestimmen, wann Strom zurückgewonnen wird. Denn das Radar sieht natürlich kein Ortsschild, so muss man den Fuß vom Gaspedal rüber auf das Bremspedal setzen. Das klingt für Neulinge nach nichts neuem, wer aber schon Erfahrung hat, der weis, dass es dazu im Vorgängermodel reichte den Fuß vom Gas zu nehmen und schon begann er zu rekuperieren. Das sogenannte "One-Pedal-Drive" fahren, mit einem Pedal fahren, ist auch im neuen smart ED möglich. Ein Feature, an das man sich schnell gewöhnt hat und das dann kaum noch jemand missen möchte.

Man hat zwei Möglichkeiten dieses Feature wieder zu bekommen: Entweder drückt man auf den Eco-Knopf neben dem Gangwahlhebel oder man schaltet die radargestützte Rekuperation einfach in den Einstellungen des Board Computers aus. Zweiteres hat den Vorteil, dass man das nicht bei jedem Neustart des smarts erneut machen muss und das man trotzdem überall der Schnellste ist. Der Eco-Modus macht ihn etwas träger, da er das Ziel verfolgt die Reichweite zu maximieren. Den hat der neue smart von der Renault Zoe bekommen, die Zoe-Fahrer unter meinen Leser kennen diesen also schon gut, der verhält sich im smart nicht anders.

Ich hatte mich für die weitere Fahrt darauf verlegt die radargestütze Rekuperation auszuschalten, volle Power und One-Pedal-Drive, so mag ich persönlich es am liebsten, das habe ich schon beim BMW i3 sehr geschätzt. Der smart rekuperiert allerdings nicht, wie der BMW i3 oder der Opel AmperaE, runter bis er stehen bleibt. Der smart rekuperiert bis er auf 5km/h ist, dann rollt er weiter wie man das von einem Automatikauto schon kennt. Um stehen zu bleiben muss man, wie bereits gewohnt, aktiv bremsen.

Noch zu erwähnen ist, wenn man die radargestützte Rekuperation ausschaltet, ist das Radar trotzdem weiterhin aktiv. Die Warnung vor langsamer fahrenden Hindernissen, auch wenn sie nach der Erfassung angehalten haben, funktioniert im gesamten Geschwindigkeitsbereich. Wiederum die Warnung vor stehenden Hindernisse funktioniert nur bei einer Geschwindigkeit von bis zu 30 km/h. Wenn der Fahrer bremst, unterstützt ihn das System, so dass ein Unfall meist verhindert werden kann. Wenn der Fahrer nicht bremst, bremst das System selbsttätig. Ein Unfall kann da oft nicht mehr verhindert werden, aber die Unfallschwere vermindert. Dieses selbsttätige Bremsen funktioniert nur bei der Annäherung auf fahrende oder mittlerweile angehaltene Objekte, nicht jedoch bei von vornherein stehenden Objekten.

Einer der performantesten smart überhaupt

Nun aber genug gebremst und rekuperiert, viel spannender ist doch die stufenlose und knackige Beschleunigung. Das war schon eine Stärke seines Vorgängers und ist es auch beim neue smart ED, dieser ist in 4,9sec auf 50km/h, und wird damit im Stadtverkehr zum Angstgegner von so manchem Mercedes AMG und BMW M. Auf 100km/h ist er dann in 11,5sec. Somit ist er in der Stadt der perfekte Flitzer und auf Überlandfahrten immer noch schön knackig. Wer den Vorgänger gut kennt, der merkt, dass der neue smart von 0 auf 50km/h etwas schwächer geworden ist, das ist aber gerade mal eine 10tel Sekunde, dafür zieht er aber oben raus deutlich besser und länger als der Vorgänger, der neue smart fährt maximal 130km/h. Alles in allem ist der Anzug vom neuen smart besser geworden. Die Leistungssteigerung im Vergleich zum Vorgänger ist also trotz der um rund 100kg mehr Gewicht zum Vorgänger spürbar. Mit 60kW (82PS) und mit einem Drehmoment von 160Nm muss er sich auch nicht verstecken. Der smart electric drive bietet eine Performance die man sonst nur bei den hochmotorisierten smart-Verbrennermodelle bekommt.

 

Und hier ist nicht Schluss, der neue smart hat den gleichen Motor wie die Renault Zoe. Bei ihr hat der Motor knapp 90PS und 220Nm. Noch gibt es vom neuen smart ED keine Brabusversion. Die Gerüchteküche geht davon aus, dass smart diesen Abstand gelassen hat um noch Reserven für eben diese zu haben. Ein Brabus smart ED mit 90PS und 220Nm wäre eine Rakete. Man darf nicht vergessen, dass das ein Elektromotor ist. Der hat die Leistung von 0-130km/h sofort und ohne Unterbrechung. Wenn die Gerüchteküche recht behält, kommt da ein sehr starker Brabus auf uns zu. PS-Mäßig nicht der Leistungsstärkste, aber von der Beschleunigung auf 100km/h sollte ihm da kein anderer das Wasser reichen können.

Aus Gaspedal wird Spaßpedal

smart schreibt in seiner Werbebroschüre zum neuen smart "Aus Gaspedal wird Spaßpedal", besser kann man es nicht beschreiben, der neue smart macht rießig Spaß und das hört in den Kurven nicht auf. Trotz des kurzen Radstands bekommt man ihn sehr gut auch bei flotter Fahrweise durch enge Sträßchen und Kurven, ohne dass man sich Sorgen machen muss. Das ESP ist sehr gut abgestimmt und dadurch, dass ein Elektromotor viel agiler und direkter ist, fährt er praktisch immer da hin, wo er soll. Da hat man tatsächlich noch seinen Vorgänger übertrumpfen können. Der Akku ist, wie im Vorgänger auch schon, so tief wie möglich verbaut, damit auch der Schwerpunkt so weit unten und mittig wie möglich ist. Eine bessere Gewichtsverteilung und einen tieferen Schwerpunkt kann kein anderer smart bieten.

Und das  macht ihn auch komfortabler als bisher. Das hat er aber natürlich auch dem deutlich besser gewordenen Fahrwerk zu verdanken. Bei den Vorgänger sprechen ja einige davon, dass der smart mehr Gocart sei als Auto. Das hat smart mit dem neuen smart-Modell aus dem Weg geräumt. Das Fahrwerk ist um Längen besser geworden, sodass man kaum noch merkt, was für eine kurzen Radstand man da durch die Gegend fährt.

Wo wir schonmal beim Komfort sind: Er ist nicht nur im Fahrverhalten deutlich besser geworden, der neue smart ED ist auch im Innenraum viel besser als das noch bei seinem Vorgänger der Fall ist. Er ist standardmäßig besser gedämmt und damit im Innenraum noch einen Ticken leiser als der alte smart electirc drive. Somit hört man nicht mal mehr das ESP, wenn es beim Start seinen Selbsttest durchführt und eben so wenig hört man den Bremskraftverstärker seinen Druck aufbauen. Der Innenraum macht im neuen smart einen deutlich wertigeren Eindruck und man sieht, dass die Designer sich beim neuen Modell richtig austoben durften. Ein verspieltes Design zieht sich durch den Innenraum schön verspielt und passend zum Charakter des Autos, dem viel dann aber leider das Handschuhfach zum Opfer, dieses ist schlicht weg zu klein.

Wiederum die Bedinung des Multimediasystems ist kompromisslos. Dieses ist natürlich mit einem Touchscrean ausgestattet, was nicht selbstverständlich ist, weder die Mercedes B-Klasse, noch der BMW i3 haben das. Die Zoefahrer kennen das R-Link in abgewandelter Version aus ihrer Zoe schon, so schnell ist es aber nur im smart.

Das Display zeigt nun alles was man braucht und noch viel mehr. Und das ohne überladen zu sein oder einen mit Informationen zu bombardieren. Man merkt, im neuen Multimediainterface waren  Grafiker am Werk, das Interface ist intuitiv und macht nicht mehr, wie beim Vorgänger, den Eindruck die Programmieren waren auch für das Interface verantwortlich. Gefällt mir sehr gut und wie wir später lesen werden hat man im smart electric drive nicht nur einfach das Navi ein gebaut wie es in der Verbrennermodellen war. Das Navi weiß, dass es mit einem smart electric drive unterwegs ist und achtet auf die Reichweite. Außerdem warnt es einen, wenn das Ziel außerhalb dessen ist, was der Akku noch an Reichweite hat.

Mit dem ebenfalls aufpreispflichtigen Winterpaket ist der neue smart ED noch besser gedämmt, das heißt er braucht im Winter weniger Strom zum Heizen und kommt auch nochmal etwas weiter. Die Klimaanlage braucht kaum Strom und ist bei der Reichweite nicht spürbar, die kann man getrost anlassen. Was ich bei den Temperaturen von vorletzter Woche auch gemacht habe. 

Was natürlich auch noch ein massiver Gewinn an Komfort ist, ist das der neue smart ED noch mehr über die App kann. Wer davon mal eine Demo ausprobieren will, kann >>hier<< klicken, da gehts direkt zur Demoversion der App. Mit der App kann man bequem unterwegs und daheim gucken, wie voll der Akku gerade ist, ob der smart lädt oder nicht und natürlich das Wichtigste: Man kann dem smart sagen, wann man los fahren möchte. Dann klimatisiert er den Innenraum schonmal vor und man steigt im Sommer in ein kühles und im Winter in ein warmes Auto. Diese Funktion ist nun auch unterwegs verfügbar, der neue Smart ED muss nicht eingesteckt sein, mindestens 30% im Akku sind aber erforderlich. 

Des weiteren kann man, und das ist auch neu, einstellen, wann man am günstigsten Strom bekommt, so kann ich den smart nach der Arbeit daheim einstecken und weil er ja weiß, wann ich am Morgen drauf wieder los möchte, timt er das Laden so, dass man zB so viel wie möglich Nachtstrom bezieht. Ein sehr tolles Feature, das ich bei meinen durchaus schon vermisst habe und um dieses ihn auch viele andere Elektrofahrer beneiden. Das hat nur der neue smart ED, sonst nur der BMW i3.

Übrigens: Der smart kommt selbst ins Internet, dazu braucht er kein Handy oder sowas in der Nähe und das Beste: Es kostet einen nichts und funktioniert von selbst.

 

Und nicht nur vorne als Fahrer und Beifahrer hat man schön viel Platz, auch im Kofferraum ist sehr viel Platz. 4 Bierkästen gehen da locker rein und auch sonst alles, was man mit einem Zweitwagen bewegen muss, findet Platz in dem Kofferraum. Außerdem ist das Ladekabel schön verräumt und rutscht nicht mehr, wie beim Vorgänger, durch den Kofferraum. Wenn man jeden Kubikzentimeter braucht, kann man auch den Ladekabelhalter raus machen, das geht ganz fix.

Reichweite und  Ladegeschwindigkeit

Mit vollem Akku und eingeschalteter Klimaanlage ging es bei 25Grad los in den Abend, wie immer ohne Eco-Modus, ich bin nicht so der Sparer. Der Akku ist gleich groß geblieben, nach wie vor hat der smart ED 17,6kWh. smart verspricht trotzdem eine um 10% gesteigerte Reichweite. Mit meinem smart ED komme ich bei normaler Fahrweise um die 120km weit. Mal gucken, ob es beim neuen smart dann tatsächlich die versprochenen 10% mehr werden. Schließlich ist er schwerer und hat einen etwas schlechteren CW-Wert als sein Vorgänger.

 

Ich fuhr über Land, Autobahn, Stau, weiter Autobahn und wieder über Land, setzte natürlich nirgends neue Beschleunigungsrekorde, fuhr aber auch nirgends sparsam. Ich floss im Verkehr mit und freute mich darüber, dass da tatsächlich was dran sein muss an der gesteigerten Reichweite. Es wurde dunkel und so schaltete der smart irgendwann das Licht an. Wie auch die Klimaanlage ist das zu vernachlässigen, Reichweite kostete das schon im Vorgänger nicht.

Was mir auf der Autobahn auffiehl war, das der smart leider das Radar nicht mit dem Tempomat gekoppelt hat, das fehlt mir persöhnlich sehr. Ich hab die Hoffnung das man das vielleicht noch per Upate nacholt, so schwer sollte das ja nicht sein.

Als noch 20% im Akku waren informierte mich der smart, dass der Akku langsam leer wird, und bot an, er können gucken, wo die nächsten Ladesäulen sind und mich zu einer meiner Wahl navigieren. Wahnsinn, das habe ich im alten smart nicht und auch sonst kaum ein Elektroauto. Direkt mal auf 'ok' gedrückt und geguckt, ob er tatsächlich macht, was er verspricht und tatsächlich, er macht es. Er ist sogar so clever, dass er nicht nur die öffentlichen Säulen kennt, er weiß auch, wo er sonst schon überall geladen hatte. Es tauchte also auch schon meine Adresse als Ladepunkt auf. Ich war sehr überrascht, wie gut er das machte. Aber ich wollte ja nicht schon laden gehen, ich wollte weiter fahren und gucken wie weit ich mit einer Ladung kommt.

Es ging also weiter, bei 10% informierte er mich nochmal darüber, dass der Akkustand nun bei 10% angekommen ist und wies mich nochmal darauf hin, dass er mich gerne zur nächsten Ladesäule navigiert. Das ist eine klasse Funktion, ein ganz dickes Lob an smart, trotzdem wollte ich natürlich noch nicht laden.

 

Als ich dann bei 0% angekommen war, war ich erstaunt wie weit ich mit dem neuen smart ED kam. So weit komme ich mit meinem alten smart nicht. Es waren 135km und der Boradcomputer sprach von einem Verbrauch von ca. 13,8kWh/100km. Die versprochenen 10% mehr Reichweite sind also durchaus real, trotz dem höheren Gewicht und dem schlechteren CW-Wert. Respekt, da hat smart echt einiges mit dem verbesserten Antriebsstrang von Renault rausholen können.

Interessant ist auch, das ist übrigens bei fast allen eAutos so, der smart ED fährt auch noch wenn der Akku bei 0% ist. Wie bei einem Verbrenner auch, ist der Akku bei 0% noch nicht leer, es ist aber dann natürlich allerhöchste Zeit sich eine Lademöglichkeit zu suchen.

 

Völlig zu Recht fragt man sich an dieser Stelle warum ich und auch smart sich mit 135km Reichweite zufrieden geben. Renault hat es mit der Zoe in dem gleichen Zeitraum geschafft die doppelte Reichweite anzubieten.

Warum smart nicht?

Das ist recht einfach erklärt, für weitere Strecken nimmt der durchschnittliche smartfahrer seinen Erstwagen. Mehr Reichweite/Akku kann man natürlich einbauen und beim ForFour war das wohl auch durchaus im Gespräch, dieser ist nicht nur in der Stadt unterwegs, der muss auch mal über Land mehr fahren und Strecke machen. Trotzdem hat man sich richtigerweise dagegen entschieden. Da der smart ED günstiger werden muss, hat man sich gegen einen größeren Akku und damit mehr Reichweite entschieden, kostet schließlich alles Geld.

 

smart ist es gelungen einen deutlich günstigeren smart ED anbieten zu können. Der neue smart ist in allen Belangen besser als der alte, er lädt in der Serienkonfiguration schneller als sein Vorgänger, er kommt weiter, zieht beständiger und es wird keine Batteriemiete mehr fällig, im Kaufpreis ist der Akku schon enthalten. Das alles für weniger Geld als man das damals für seinen Vorgänger hin legen musste. Ausgesprochenes Ziel ist aber natürlich auch in Zukunft noch günstiger zu werden und auf das Preis-Niveau der Verbrenner zu kommen.

Jetzt ist der smart also leer, wie auch schon sein Vorgänger und fast alle anderen eAutos, hat der neue smart ED den weltweit genormten Typ 2 Stecker. Der neue smart ED lädt bei uns serienmäßig mit 4,2kW (20A; 1-Phasig), der alte lud noch mit nur 3,7kW serienmäßig. Allerdings gibt es die Schnellladeoption aktuell noch nicht. Mit dieser würde dann auch der neue smart ED in 45min wieder über 80% nachgeladen haben. So er ca 4 Stunden bis der smart wieder voll ist. Der Schnelllader wird 2018 nachgereicht und nicht nachrüstbar sein. Wie im Bild zu sehen ist, zeigt er beim Laden an, wie schnell er gerade lädt, das machen außer dem smart aktuell nur die Tesla. Der smart rundet dabei aber etwas großzügig auf. 

 

Daheim kann der smart aber auch ganz einfach mit einer Steckdose geladen werden, das entsprechende Kabel ist serienmäßig dabei, wenn man das will. Also einfach daheim den smart da anstecken, wo sonst der Staubsauger in der Garage eingesteckt wird und am nächsten Morgen ist er auch wieder voll.

Auch mit dem neuen Ladeziegel, so nennt man im Volksmund das entsprechende Ladekabel, hat man es jetzt noch einfacher wie noch mit dem Ziegel von Vorgänger. Er ist deutlich kleiner und handlicher geworden. Außerdem kann man nun einstellen wie schnell man laden möchte, bzw wie viel man der Steckdose zutraut. Aber keine Sorge, dazu muss man kein Elektriker sein, im Zweifel einfach die höchste Stufe einstellen, der Ziegel prüft selbst ob die Steckdose und Zuleitung die Stromstärke halten und regelt eben so selbsttätig runter wenn nötig. Dabei ist er sehr vorsichtig und schaltet eher zu früh einen Ticken runter als zu spät.

 

Damit ist der smart ED aktuell das perfekte Zweitfahrzeug, optimal um günstig und stressfrei zur Arbeit zu pendeln oder die Fahrten um das eigene Zuhause zu erledigen. Mit dem Schnelllader wird er dann auch für die meisten optimal sein als Erstwagen.

Fazit, wie ist er also?

Der neue smart ED ist, wie schon sein Vorgänger es war, ein souveränes Auto. Eine Fahrspaßmaschine wie es keine zweite gibt, in seinem Territorium kann ihm keiner das Wasser reichen. Schneller als alle anderen, wendiger als keiner zuvor und dazu noch komfortabler als sein Vorgänger. Wenn man nicht auffallen will, schleicht man einfach durch die Gegend. Wenn man gehört werden will, macht man den aufpreispflichtigen Soundgenerator an, und wenn ein großer AMG meint, er müsste dem smart zeigen, wo der Hammer hängt, staunt dieser nicht schlecht, wenn der smart dann davon sprintet wie ein kleiner Porsche.

 

Ich bin wahnsinnig begeistert, der hat mir über die Zeit ein Grinsen ins Gesicht gezaubert, wie es zuvor schon mein alter smart ED tat, als er neu war. Das das der neue smart ED toppen konnte ist schwer beeindruckend und zeigt ganz klar, smart weiß wo der Weg hin führt, und gibt alles da hin, zu kommen. Es läuft nicht immer alles nach Plan, wie beim Schnelllader der sich in 2018 rein verzögert, aber man gibt nicht auf und hat ein klar definiertes Ziel. smart will und wird rein elektrisch. Für mich als Elektrofahrer könte er aber noch einen Ticken näher am elektrischen gedacht sein. Zündschloss ist bei einem Elektromotor überflüssig und könnte gleich durch KeyLess ersetzt werden. Auch ein Kickdown macht bei einem Stromer keinen Sinn. Da aber noch viele erst von Verbrener umsteigen und die "Bereits-Elektrofahrer" selten sind, ist nachvllziehbar warum smart ihn noch mit solchen Anekdoten ausstattet.

Wer das jetzt schonmal erleben will, und das empfehle ich jedem, der sollte mal den nächsten Händler nach einer Probefahrt fragen. Man muss ihn ja nicht gleich kaufen, aber erleben um mitreden zu können. Das Fahrerlebnis ist einmalig.

Kommentare

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  • Armin Mannsdörfer (Freitag, 08. September 2017 11:33)

    Super Bericht, deckt sich nahezu 100% mit meinen Erfahrungen von 451 und 453.
    Das größte Manko ist meiner Ansicht nach das Zündschloss, da sich der 453 nicht in einem zügigen Dreh starten lässt, man muss leider immer auf halber Stufe ein wenig warten, wie vor >30 Jahren mit der Diesel-Gedenk-Minute :-)

  • i_Peter (Montag, 17. Juli 2017 14:17)

    Übrigens, das Kick-down macht sehr wohl Sinn, wen man den (von Dir nicht geliebten) ECO-Modus nutzt. Dieser begrenzt zugunsten von sparsamem Verbrauch und größerer Reichweite die Becshleunigung auf normale Werte. In brenzigen Situationen kann duch Überwinden des Kick-down Druckpunktes aber trotzdem sofort die volle Leistung abgerufen werden. Wer die volle Reichweite will, wird den Druckpunkt spüren und es dabei bleiben lassen.

  • Andre280e (Montag, 17. Juli 2017 00:15)

    Super Artkel, kann ich vollumfänglich nach eigener Probefahrt bestätigen. Meiner kommt April 2018 ;-))

  • Thomas Wagner (Sonntag, 16. Juli 2017 22:12)

    Großes Lob !
    Der Artikel macht macht mächtig Lust auf den neuen Smart ED.
    Als jemand, der schon Erfahrung mit einem Elektroauto hat, muss ich aber trotzdem meine Kritik loswerden:
    Und zwar an der Akkukapazität des Smart in Verbindung mit dem noch fehlenden 22 KW AC Lader muss ich schon Kritik anbringen. Denn entweder braucht ein Elektroauto einen ausreichenden Akku oder den erwähnten Schnelllader. Denn wenn beides fehlt führt dies zwangsläufig zu Einschränkungen in der Nutzung. Und es ist einfach notwendig, dass Elektroautos diesen Verzichtsstatus loswerden, damit sie von breiteren Käuferschichten angenommen werden. Wieso gibt es einen größeren Akku nicht einmal gegen Aufpreis ? Renault kann das doch auch ?

  • Mirko Jung (Sonntag, 16. Juli 2017 21:15)

    Ein sehr guter Bericht, Moritz! Allerdings finde ich die Platzverhältnisse im Kofferraum signifikant schlechter als im 451er E-Smart - dazu kommt, dass sich der (optionale) Subwoofer im Kofferraum auf der linken Seite befindet statt bisher unter dem Fahrersitz - das schmälert nochmal das Volumen. Viele Grüße aus Erfurt, Mirko

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